Energiebedarf
Wo soll der ganze Strom denn herkommen?

Nebenstehend sehen wir eine typische Lastkurve.

Also einen Lastverlauf am Frühjahrsbeginn und unter Einsatz der Grund-, Mittel- und Spitzenlastkraftwerke.


Man kann sehr deutlich die Nachtlücke bei den Stromversorgern zwischen 22:00 Uhr bis 06:00 Uhr erkennen. In dieser Zeit könnten alle E-Autos mit der bestehenden Kraftwerkstruktur problemlos geladen werden.

Selbst die Energieversorger sehen in eMobilität keine Engpässe, da von nur moderaten 2-3% Steigerungen der zu liefernden Leistung ausgegangen wird.

Aber wie kann das sein?

Tagesverlauf.png
 
Energiebedarf der Autos in Deutschland

Rechnen wir mal mit einer Anzahl von PKWs in DE von ca. 44 Mio


Diese fahren durchschnittlich eine Fahrstrecke von ca. 50 km pro Tag.


Dann kommen wir im Schnitt also auf 44 Mio Autos * 50 km = 2,2 Mrd km pro Tag …
… oder eben 550 Mrd km pro Jahr (bei 250 Arbeitstagen)

 
Das „Tanken“ von E-Autos und die Wartezeiten

Diese 50 km/Tag müssen also täglich nachgetankt werden.


Somit liegt der tägliche Verbrauch in unserem Beispiel bei nur 11,5 kWh

Ladeleistung am Schuko Stecker 1Ph 230V 13A ≙ 3kW


Das entspricht einer Ladedauer von 3,83 h
Das passt doch wunderbar in die Nachtlücke und wenn man mal ganz ehrlich ist, auch sonst in den täglichen Alltag gut rein. 

Oder fliegt bei Ihnen auch immer die Sicherung raus, wenn Sie Ihren Staubsauger und Fön gleichzeitig laufen lassen?

Es wird sich natürlich ein neues Tank- Denken etablieren müssen, dass man das Auto halt immer dann auflädt, wenn es gerade passt. Beobachten Sie doch einfach mal Ihr Ladeverhalten mir Ihrem Smartphone.

Ja, und auf der Langstrecke wird man wohl mal eine Pause einlegen müssen. Ist das aber schlimm und nicht eher entspannend, kann man doch in Ruhe mal die eMails checken usw.?

 
Ladezeitenzeit- Tabelle (im herkömmlichen Netz)

In dieser Tabelle habe ich mal die Ladezeiten der einzelnen Steckertypen / Leistungsklassen gegenübergestellt, so dass man sehr leicht die benötigten Zeiten zum Aufladen einer Auto Batterie ablesen kann.

Wenn man sich in der Garage, Keller usw. einfach für wenige 100€ einen CEE16 Stecker verlegen lässt, der keinerlei besondere Genehmigungen abverlangt, dann kann man unter Zuhilfenahme einer portablen Ladestation, wie z.B. dem JuiceBooster einen 70 kWh Akku in 6,34 h von 0% auf 100% aufladen.

Wie oft wird das passieren? 

Sehr selten, denn in der Regel wird man das Auto in einem Bereich von 20% bis 80% SoC (State of Charge) bewegt. Dadurch verringern sich die Zeiten dann natürlich noch einmal.

Ladezeitenzeiten auf der Langstrecke

Hier haben derzeit noch die Teslas die Nase vorn, denn durch das bereits heute extrem flächendeckende Supercharger Netz, kann man ohne weitere Planung durch ganz Europa fahren.

Die Tesla Supercharger liefert derzeit 120-145kW Ladeleistung aber mit den Ionity Ladesäulen wachsen weitere HPC Ladesäulen heran, die bis zu 350 KW bei CCS Typ 2 liefern.


Man kann also erkennen, dass sich in diesem Bereich etwas bewegt und durch die hohen Ladeleistungen die Wartezeiten an den SuC oder HPC Ladern auf 15 - 30 Minuten reduziert ist. Die Tendenz der Ladezeiten fällt und die Dichte der Ladesäulen wächst also mit jedem Jahr.

 

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